420er

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Wenn man bedenkt, dass 1959 der erste Prototyp gesegelt wurde, 1960 im Januar die Produktion bei Lanaverre in Frankreich begann und 1963, im Gründungsjahr der westdeutschen Klassenvereinigung UNIQUA, bereits 2500 Einheiten registriert waren, so zeugt das von der Beliebtheit des 420er. Heute sind weltweit ca. 50000 Einheiten registriert.

Während anfangs überwiegend gestandene Mannschaften aus erwachsenen Seglern das Boot segelten, wurde der 420er nach Einführung des Spinnakers und des Trapezes im Jahr 1971 mehr und mehr von der Jugend angenommen. Heute ist er als internationale Einheitsklasse Jugendboot des Deutschen Seglerverbandes. Die Anerkennung des 420er durch die IYRU (der heutigen ISAF) 1971 und der damit verbundene internationale Status verstärkten den Aufschwung.
Jetzt lag die Überwachung der Klassenbestimmungen, die Vergabe der Baulizenzen für Boot und Segel, in der Hand der der IYRU und die Klassenvereingung hatte keinen Einfluß mehr auf die Preisgestaltung des Bootes und der Segel. Ein Lanaverre 420er kostete 1971 segelfertig 3.200,- DM, ca. ein Viertel des heutigen Preises.

1999 haben in Deutschland und im benachbarten Ausland ca. 60 Ranglistenregatten und ca. 80 Jugendqualifikationsregatten statt-gefunden, auf letzteren qualifizieren sich die Mannschaften für die deutsche Jugendmeister-schaft. Zusammen mit einer Vielzahl weiterer 420er Regatten mit regionalem Charakter gibt es in der 420er Klasse keinen weißen Fleck auf der deutschen Seenkarte. Das der sportlich rasante Gleiter sowohl von männlichen und weiblichen als auch gemischten Mannschaften gleich gut zu beherrschen ist, das drückt sich in den Platzierungen der Rangliste aus, in der auch rein weibliche Crews auf den vordersten Plätzen zu finden sind. In der deutschen Rangliste werden z. Zt. etwa 440 Segler geführt.
Die 420er Klasse hat sich in den vergangenen 40 Jahren stets den Herausforderungen des sich verändernden Segelsports gestellt und hat die Klassenvorschriften dem hohen Standard moderner Jollen angepaßt. Dadurch ist der 420er weltweit gesehen ein anerkannter Bootstyp, der im Wettbewerb mit anderen Bootsklassen bestehen kann. Internationale Begegnungen und Segleraustausch-Programme bis nach Australien beweisen, wie aktiv die Klasse ist.

Die 420er Klassenvereinigung hat ihre Stärke in dem gewaltigen Potential einer starken internationalen Klasse, die den Jugendlichen und auch den erwachsenen Seglern weltweit offen steht und eine unvergleichbare Gemeinschaft bildet.

Die deutsche Sektion der internationalen Klassenvereinigung UNIQUA Deutschland e.V. ist die Interessenvertretung der etwa 1000 aktiven deutschen 420er-Segler auch auf internationaler Ebene. Sie betreut die Mannschaften bei herausragenden nationalen und internationalen Regatten, koordiniert die deutschen Regattatermine und erstellt die Ranglisten. Das 4x jährlich erscheinende 420er-ECHO ist eine Informationsschrift, die über das Regattageschehen und Neuigkeiten aus der Klasse berichtet und von allen Seglern gern gelesen wird.

Auch 40 Jahre nach seiner Einführung ist der 420er mit einer Vielzahl nationaler und internationaler Regatten mit großen Feldern der Herausforderung neuer Jugendboot-Generationen gewachsen. Weltweit gibt es kaum ein Land, wo man den 420er nicht segelt. Erfahrene 420er-Segler sind jederzeit in der Lage, in eine olympische Zweimann-Bootsklasse umzusteigen, wenn sie dem 420er entwachsen sind. Der 420er hat die in ihn gesetzten Erwartungen in den vergangenen Jahrzehnten voll und ganz erfüllt und erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit.

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