Yacht-Club Bayer Leverkusen e.V.
Laser
Der Laser ist die weltweit am meisten verbreitete, technisch einfach gehaltene, aber nicht anspruchslose Einhand-Jolle.
Im Gegensatz zur Europe (die zweitbeliebte Einhandklasse in Deutschland) sind die Trimmmöglichkeiten beschränkter (Unterliek, Baumniederholer und Cunningham), das Segeln ist aber sportlicher. Auch bei wenigen Windstärken kann das Boot schon ins Gleiten kommen.
Das Niveau in der Laser-Klasse gilt als eines der höchsten der olympischen Bootsklassen.
Für alle drei Boote (Standard, Radial und 4.7) gibt es Welt- und Kontinentalmeisterschaften
(Senioren und Junioren, Radial-Rigg auch Frauen). Der Laser Radial löst ab 2008 die Europe als olympische Klasse bei den Frauen ab.
Der Rumpf wird bei den meisten Booten aus GFK gefertigt. Der Rumpf ist so leicht, dass er bei
den meisten Autos problemlos auf das Dach geladen werden kann.
Der Yacht-Club Bayer Leverkusen verfügt am Standort Nievenheimer See über insgesamt 6 Laser, die Vereinsmitgliedern nutzen können. Die Spielregeln für die Nutzung dieser sportlichen Jolle finden Sie hier. Auf zwei Dateien haben wir für unsere Mitglieder eine Aufbauanleitung für die Laser ins Netz gestellt, die Sie hier finden.
Der Laser wurde 1970 vom Amerikaner Bruce Kirby als Einhand-Jolle entworfen. Primäre
Zielsetzung war damals, ein Boot für die Freizeit zu entwerfen, deshalb auch der ursprüngliche Name „Freetime“. Seine einfache Bauweise und früher niedrigen Anschaffungskosten (seit seiner Berufung zu den Olympischen Spielen sind die Neupreise gestiegen) führten zu einer raschen Ausbreitung. Ende des Jahres 2005 gab es ca. 189.000 Boote auf der Welt!
Der Laser ist eine strikte One-Design-Bootsklasse, d. h. es sind keine Veränderungen zulässig. Eine häufig beanstandete Veränderung war z. B. ein meist von Unkundigen in die Kunststoffkappe des Mastoberteils gebohrtes Loch zur Befestigung eines Verklickers.
Gefertigt wird der Laser, wie auch die Katamaranserie Dart von der Firma Performance Sailcraft Ltd. in England. Lizenznehmer gibt es in den USA, Australien und in Chile.
Das Rigg des Lasers besteht aus einem zweigeteilten Mast, wobei das im Durchmesser
schwächere Oberteil in das Unterteil gesteckt wird. Das Segel besitzt (am Achterliek) zwei
untere Segellatten und eine verkürzte obere. Zur Befestigung am Mast ist am Vorliek eine
sog. Masttasche eingenäht, mit der das Segel einfach auf den Mast gefädelt wird. Für den
Baum ist ein sehr einfacher Lümmelbeschlag, auf welchen der Baum nur gesteckt wird,
vorhanden. Nach der Befestigung des Segels und des Baumniederholers am Baum wird die
Steckverbindung nur noch auf Druck beansprucht. Das gesamte Rigg steht unverstagt und
drehbar in einer Vertiefung, dem sog. Köcher des Rumpfes, eine Befestigung erfolgt durch die
Cunningham, die Schot zum Bedienen des Segels sowie gegebenenfalls einer Mastsicherung.
Bei gleichem Rumpf gibt es für den Laser drei unterschiedliche Riggs. Dabei werden nur das
Mastunterteil und das Segel ausgetauscht, alle anderen Teile des Bootes sind identisch. (Die
Teilung des Mastes wurde vorgenommen, da eine Entwicklungsanforderung des Lasers der
Transport auf dem Autodach war.)
Technische Daten:
Länge ÜÄ: 4,23 m
Länge WL: 3,81 m
Breite üA: 1,37 m
Freibord: ca. 0,2 m
Tiefgang: 0,80 m
Masthöhe: 5,37 m
Gewicht (segelfertig): 65 kg
Segelflächen:
Segelfläche am Wind: 7,06 m² Standard; 5,7 m² radial; 4,7 m² Laser 4.7
Großsegel: 7,06 m²
Vorsegel (Fock / Genua): - m² / - m²
Spinnaker / Gennaker: - m² / - m²
Sonstiges:
Yardstickzahl: 113 (radial 5,7m²: 114; 4,7m²: 126)
Klasse: olympisch, one Design
Klassenvereinigung: ILCA International Laser Class Association
Standard-Rigg: 7,06 m² - olympische Klasse seit 1996, 1996-2004 offen, ab 2008 Männer
Radial-Rigg: 5,7 m² - olympische Damen-Klasse ab 2008, In Deutschland
Jugendmeisterschaftsklasse (männlich/weiblich) seit 1998
4.7-Rigg: 4,7 m² - seit 2006 Regattaklasse in Deutschland





