Nautic Young Stars 2014 – Heiligenhafen

Segel Crew Nautic-Young-Stars
Segel Crew Nautic-Young-Stars

Die „Nautic Young Stars“ ist die größte Nachwuchsregatta an der Ostsee

Vor 5 Jahren mit der Idee geboren die Jugend und den Nachwuchs zu fördern, konnten seitem bereits mehr als 1.400 junge Segler in Heiligenhafen begrüßt werden.

Unsere Jungend ist in diesem Jahr mit zwei Schiffen dabei und versorgt uns fleißig mit Neuigkeiten.

Schiff 1: Albert, David, Niklas , Christian, Jonas und Charlotte

Schiff 2: Yasmine, Johannes,  Amina,  Rosanna,  Ines,  Johannes und  Frederik

13. Oktober 2014

Anfahrt und Segeltag 1

Nach ca. 5 Stunden Fahrt sind wir in der norddeutschem Kleinstadt Heiligenhafen um 17:00 Uhr angekommen. Die Schiffübergabe nahm dann aber auch den Rest des Tages in Anspruch, verlief aber trotzdem relativ reibungslos. Den Abend haben wir uns dann noch durch ein gemeinsames Abendessen schön gemacht.

Nach einer gemütlichen Nacht gingen wir nach einem kleinem Unfall am Nachmittag die Segel testen. Diese wurden allerdings nicht durch viel Wind überbeansprucht. Der Service an Land ist auch mit einer warmen, sauberen Dusche sehr angenehm.

 

14. Oktober 2014

Segeltag 2

Heute ging es wegen Organisatorischen Sachen und Bootspflege erst gegen Mittag raus, was allerdings nicht so schlimm war, da der Wind jetzt mit 1-2 Windstärken nicht der beste war. Aber trotz allem sind wir gegen 12:00 Uhr dann rausgefahren, um uns auf eine Inselumrundung aufzumachen. Am Anfang ging es relativ gut, allerdings flaute der Wind irgendwann auf 2kn ab, wobei segeln nun fast gänzlich unmöglich war. Trotz allem haben wir die Situation für ein Schweinerennen und Gewichtstrimm-Übungen genutzt. Als uns selbst das zu blöd wurde, schalteten wir die Maschinen an und sind Richtung Hafen von Burgstaarken motort. Dort übernachten wir auch.

 

15. Oktober 2014

Segeltag 3

Heute ging es schon etwas früher los, da der Wind am Morgen besser sein sollte, am Nachmittag aber leider abflaute. Also sind wir gegen neun herausgefahren, und konnten das erste Mal mit vernünftigem Wind segeln. Wir hatten geplant nach Großenbroude zu fahren und da die Nacht zu verbringen. Dieses Ziel haben wir auch erreicht. Vor dem Hafen haben wir aber trotzdem noch ein paar Übungen gemacht, sind dann aber auch am Nachmittag reingefahren. Durch gewisse Kontakte haben wir dann noch ein Auto zum Fritten holen bekommen, wodurch wir ein leckeres Nachmittagsmahl hatten. Abends konnten wir uns dann noch gemütlich einen Film anschauen und Morgen geht’s weiter.

 

16. Oktober 2014

Segeltag 4

Heute durften wir ausschlafen. Dann gab es eine Theoriestunde und eine Stunde Krafttraining. Danach ging es nach dem Anlegetraining auch endlich auf den Kurs nach Heiligenhafen. Bei Sonnenschein und einem Fingerhut voll Wind, ließ es sich auch einigermaßen gut in den Hafen fahren. Diesmal konnten wir sogar alle einen Gennaker setzen der sich auch bei schwachem Wind einigermaßen fahren lässt, so konnten wir bei 2-3 Windstärken gut segeln. Da wir jetzt auch schon mit 4 Tagen ein bisschen Übung hatten, ließen sich die Boote auch einigermaßen gut fahren. Sobald wir im Hafen waren wurden wir noch schön bekocht und dann wurde Musik aufgedreht...

 

18. Oktober 2014

Bericht der YCBL Crews vom Regatta-Tag

Letzter ganzer Tag, Tag der Entscheidung, Tag des großen Rennens. Am Morgen wurden alle viel zu früh aus den Betten geschmissen, damit die Skipper und Steuerleute rechtzeitig zur Besprechung, auch Skippersmeeting genannt, gehen konnten. Als dann auch die letzten Töpfe aus der Küche, die Klamotten aus den Kabinen, die Sprayhoods vom Deck geräumt waren und das Frischwasser aus dem Tank gepumpt war, konnte unsere superleichte Rennyacht „Ronja“ ablegen und in den Kampf ziehen.

 

Auf dem Weg zum Start bemerkten wir allerdings, dass „Ronja“ noch Wasser in der Bilge hatte. Einmal kurz probiert und es war zum Glück Süßwasser, also kein Leck. Während die anderen die Segel setzten, pützten wir noch fleißig, bis der letzte Tropfen weg war. Trotzdem schafften wir es, einen einigermaßen akzeptablen Start hinzulegen.

 

Obwohl wir einige Hindernisse zu überwinden hatten – „Uschi-X“ musste zum Beispiel an der ersten Tonne einem unangemeldeten Regattafeld in Gegenrichtung trotz Vorfahrt ausweichen – konnten wir uns in zwei guten Läufen im Vergleich zum Vorjahr stark verbessern. Die Skipper waren von unseren Taktik- und Trimmspezialisten auf die hohe Kante gesetzt worden, so dass wir die gut vier Beaufort voll ausnutzen konnten. Derweil gab es im Cockpit alle Hände voll zu tun. Dauernder Trimm der Segel ist beim Dickschiff deutlich anstrengender als beim Laser oder 420er. Dafür gab es hinterher zur Belohnung eine leckere Hafenpommes.


Nach dem aufregenden Rennen warteten alle gespannt auf die Siegerehrung: wir konnten einen 30. und einen 15. Platz von 44 Plätzen erkämpfen, obwohl es für die meisten von uns die erste Dickschiffregatta war. Danach freuten sich alle auf Abendessen, Fete und Tanzen. Am nächsten Tag fuhren wir glücklich mit vielen neuen Erfahrungen und sogar mit einem Pokal nach Hause.

(jb+)