Erstes Twinfleet Match Race in Dormagen voller Erfolg

Großer Besuch am Nievenheimer See in Dormagen: das erste Twinfleet Match Race wurde bei viel Wind und wenig Sonne auf zwei Schiffen der Bootsklasse Asso 99 ausgetragen. Mit einem Yardstick von 84 und 9,96m Rumpflänge sind die Manöver auf dem Wasser entscheidend. Es kämpften insgesamt acht Mannschaften auf den Schiffen „Amassone“ und „Tante Berta“ um den Sieg.

Anders als bei üblichen Regatten geht es beim Match Race darum, den einzigen Gegner nie aus den Augen zu verlieren und zu für ihn ungünstigen Manövern zu zwingen. Ein Jury-Boot begleitet die Boote und verhängt ggf. Strafen für Regelverstöße. Am Samstag segelten die acht Mannschaften in der Gruppenphase aus, wer am Sonntag das Finale erreichte. Das „ETuF-Sailing-Team“, „Hups die Tante flutscht“ (über die Entstehung des Namens gibt es verschiedene Gerüchte), „Too fat to fly“ und „Bierkasten“ hatten am Samstag die Nase vorn. Im Finale am Sonntag konnte „Too fat to fly“ mit Skipper Bernardo das Rennen für sich entscheiden und gewann damit das erste Twinfleet Match Race. Die weiteren Platzierungen:

 

1. Too Fat to fly Bernardo Lichtenstein Low-Beer, Ilvy Havránek, Dennis Langer, Max Hängsmann, Fenna Hestzermann, Florian Schillhuber

 

2. Bierkasten Johannes Buitenhuis, Dirty Hoffmann, Hannes Brückner, Sebastian Kutter, Connor Schulze, Oguz Deveci

 

3. EtuF-Sailing-Team Dennis Wipprecht, Regina Klasen, Constantin Dörsch, Tina Seitz, Thilo Rothfahl, Kathi Seitz

 

4. Hups die Tante flutscht Sven Wirtz, Alexander Herzberg, Nils Isringhaus, Björn Eike Sopha, Sara Wildegans, Marleen Strathoff

 

5. Tante Berta Alexander Heinz, Oliver Müller-Lorey, Sarah Biskupek, Martin Herzberg, Maike Büring, Andreas Gernoth

 

6. Heimspiel Volker Stiefken, Uta Stiefken, Ralf Schröder, Albrecht Maucher, Lasse Gernoth, Marc Smiatek

 

7. Fender raus und durch Jürgen von Kampen, Richard Pergens, Reinhard Huisken, Felix Lenzen, Jan Machel, Niklas Thiel

 

8. Meike-Sailing-Team Meike Sprickmann, Amina El-Saytari, Dagmar Heinz, Sarah Brosch, Ulrike Keul, Bettina Hegmann

 

So spannend die Wettfahrten auch sind - wie bei jeder anderen Regatta ist schon Wochen vorher viel Organisation gefragt. Alexander Heinz und Meike Sprickmann kümmerten sich um Werbung im Vorfeld, die Meldungen, Musik, Essen und die Bereitstellung der Schiffe. So einfach organisiert man seine erste Regatta! Unterstützt wurden sie dabei von vielen Mitgliedern des Yacht-Club Bayer-Leverkusen, der auch sein Clubhaus zur Verfügung stellte. Als Dankeschön gingen 40€ in die Pfandkasse der Jugend und es wurden 40 Liter Benzin für die Motorboote des Vereins gespendet. Die Wettfahrtleitung war wie immer bei Ralf Posselt in den besten Händen, Bernardo Lichtenstein Low-Beer und Jochen Borbet besetzten das Jury-Boot.

 

Die Seglerinnen und Segler sind sich einig: bei diesem Match Race war der Adrenalinpegel höher als auf üblichen Regatten. Jedes Crewmitglied musste perfekt funktionieren: steuern, Fock- und Großsegel im Blick behalten, gleich drei Trapez-Plätze besetzen und die Asso-typischen Backstagen auf Luv immer auf Spannung halten – bei guten drei Windstärken und einer schnellen Taktung der Starts wurde es an Bord garantiert nicht langweilig. Und nach einer Wettfahrt blieb oft kaum Zeit zum Durchatmen, denn das nächste Rennen wartete schon. Damit der Wechsel der Mannschaften auf den beiden Booten noch schneller ging, brachten Motorboote die Segler zu ihren Schiffen.

 

Trotz der teilweise starken Böen und hart umkämpften Rennen hielten sich die Proteste in Grenzen. Auf den frisch überholten Booten müssen nach dem Rennen nur ein Pinnenausleger, eine Fock und eine Schotentasche repariert werden. Dem zweiten Twinfleet Matchrace steht also nichts im Wege.