Jollensegeln Heeg

Am 14.06.2017, um halb elf, verließen wir Neuss, um zeitig in Heeg an zu kommen

Wir mussten noch einen Valk bei einem anderen Vermieter als STAYOKAY abholen. Das Wetter war super und wir kamen gut durch. Wohl dem, der an diesem Tag frei hatte und früh genug Richtung Friesland starten konnte, denn die Teilnehmer, die erst nach der Arbeit losfahren konnten, brauchten gute Nerven. Die Letzten kamen erst 23.45 Uhr an und waren völlig platt.

Am nächsten Tag musste die Gruppe sich nach dem Frühstück erst einmal zusammenfinden

und sich ausgiebig mit den Valken auseinandersetzen. Nach der Einweisung in Segelsetzen, Segel herunternehmen ohne einen Anderen mit der Gaffel zu verletzen, wofür ist die Dirk, woran wird sie befestigt, das Einlegen eines Reffs, die Funktion des mitgeführten Staak, und warum tut der Motor es nicht, konnten dann die Bootsführer benannt und die Crews zusammengestellt werden.

Und los ging es mit 7 Booten mit stolzen Meet2Sail Fahnen über „de Fluessen“ Richtung Gaastmeer.

Vor der Einfahrt zu Gaastmeer liegt eine Insel, die als erstes angefahren wurde. Hier wurde angelegt und jeder konnte seine ersten Erfahrungen mit den Valken kundtun. Danach fuhren wir nach Gaastmeer. Hier war es super voll und das Restaurant konnte nur ein Bruchteil von den 30 Seglern bewirten, die sich versuchten hinein zu pressen.

Es gab aber im Dorf eine mobile Pommesbude, die es schaffte, einigermaßen flott, 20 Segler zu beköstigen und zu tränken. Und dann...... frischte der Wind auf. Als wir aus Gaastmeer herausfuhren, war auf „de Fluessen“ der Bär los. Bft 5-6, in Böen 7, Welle, längs und quer.

Da musste das Reff her, die Fock eingenommen und die Welle ausgeritten werden. Alles was morgens geübt war, musste direkt abgerufen und umgesetzt werden.

Mit Rückenwind surften sogar die schweren Valken auf der Welle zum Heimathafen zurück.

Jetzt hatten alle die Starkwinderfahrung auf einer Jolle auf einem großen See und hatten einander beim Abendessen so einiges zu erzählen, wie dieser Husarenritt verlaufen war.

Der Freitag begann sehr stürmisch mit Bft 6, Böen 7, sodass gemeinsam beschlossen wurde, nicht aufs Wasser zu gehen.  Jede konnte auf eigener Faust oder mit einer Gruppe das schöne Friesland erkunden. Wir waren in Workum am Kite-Strand. Einige hundert Kiter waren dort versammelt und rasten hin und her. Abends wurden die Erfahrungen des Tages ausgetauscht. Einige waren in Lelystad, andere in Harlingen oder Makkum. Unser Eindruck war, dass dieser ruhige Tag allen doch sehr gut getan hat.

Am Samstag hatte der Sturm sich gelegt und wir konnten eine Tour Richtung Joure über die Langweerder Wielen machen. Zum Mittagessen landeten wir bei Rufus, Kampeerboerderij, welche in YCBL-Kreise gut bekannt ist.  Das Restaurant war aber nicht echt auf 30 Segler eingestellt. Ein Koch war krank, so dass Pommes und Frikandellen und Getränke lange brauchten um auf den Tisch zu gelangen. Die Stimmung blieb aber gut und so machten wir uns wieder auf den Weg nach Hause. Hier versorgten, nach dem Anlegen, Christine und Henrik die Crews mit Kaffee. Sie hatten mit Ihrer `ANNA` bei der Jugendherberge festgemacht und begleiteten uns mit ihrem Schiff über die Tage.

Der Sonntag stand im Rahmen des Meet2Sail-Cups. Bei strahlendem Wetter versammelten wir uns auf dem Steg, nur gab es kaum Wind. Es wurde beschlossen einen „Le Mans-Start“ zu machen, ohne gesetzten Segeln dann Richtung Hafeneingang zu paddeln. Am Hafeneingang sollten dann die Segel gesetzt und 2x um die vor dem Hafeneingang liegende Insel gesegelt werden. Die Ziellinie sollte dann auch wieder ab Hafeneingang ohne Segel und paddelnd, überquert werden. Nach einem chaotischen, fröhlich-fanatischen Start, wobei auch noch Skipper Bernd über Bord ging, jedoch wie eine Feder von Steve aus dem Wasser gehoben wurde, paddelten alle sehr sportlich los. Die Organisatoren machten es sich an der Ziellinie bequem, bastelten die Preise selbst, da die Pokale bei der Post verloren gegangen waren. Nach 1 Stunde und 33 Minuten überquerte das Boot mit Skipper Jürgen paddelnd die Ziellinie, nach 3 Minuten gefolgt vom Boot mit Skipper Arne.

8 Minuten später kam dann Boot Nr. 3 mit freigeschwommenen Skipper Bernd.

Das Fotofinish belegte, dass das letzte Boot um 12.43 Uhr und somit 41 Minuten später als der Sieger wieder im Hafen war.

Weiterhin bei herrlichem Wetter fand anschließend die Preisverleihung statt, wobei der Einsatz, der Ehrgeiz, die Sportlichkeit und die gute Laune aller Teilnehmer hervorgehoben wurde.

Nach einem sportlichen und doch entspannten Wochenende machten sich dann Alle wieder auf den Rückweg, wobei wir ohne Stau und Stress sehr zufrieden angekommen sind.

Ich danke allen Teilnehmern für ihre gute Laune auch bei schlechtem Wetter und für das gute MITEINANDER.

 

Bart Buitenhuis & Klaus Winkels

 

Hier geht es zu den Fotos »