Meine Segelsaison von Marie Halle

Am Anfang des Jahres war ich noch mit meinem Opti GER 13531 unterwegs. Ich hatte einige Trainingslager mit meiner Trainingsgruppe (der Fördergruppe 2 NRW bei George Blaschkiewitz )unter anderem in Duisburg, am Gardasee und in Medemblik.

 

Ostern startete ich mit einem 5 tägigen Training am Gardasee und der darauffolgenden Regatta in Portoroz (Slovenien), wo ich noch einmal punkten wollte  um mich für die WM/EMA zu qualifizieren. Wegen schwieriger Windverhältnisse und einem BFD klappte das leider nicht so wie erhofft.

Knapp eine Woche später ging es schon weiter nach Berlin-Rahnsdorf, wo ich leider nur teilweise teilnehmen konnte, weil ich krank war. Danach kam das WM/EMA Training, bei dem ich teilnehmen durfte obwohl ich leider sehr knapp die Qualifikation verpasst hatte. Es folgte eine weitere Regatta in Potsdam, bei der ich eine super Gesamtplatzierung ersegelt hätte, wäre der BFD nicht gewesen....

 

Es folgte der goldene Opti in Kiel-Schilksee bei dem ich in einem internationalen Feld 80. von 257 wurde. Dort war meine beste Leistung der 9. Platz im 6. Rennen. Es ging weiter in Workum mit der Dutch Youth Regatta.

 

Dort segelte ich in meiner Gruppe in drei Wettfahrten dreimal als beste Deutsche durchs Ziel. Ein großer Erfolg waren auch die beiden 16 Plätze im 2. und 5. Lauf, schließlich waren in jeder Fleet 72 Boote am Start. Die Regatta hatte ein sehr hohes Niveau,  wo ich das Silberfleet erreichte und hochzufrieden nachhause fahren konnte. Meine Clubkameradin Ida Otte erreichte im Emerald Fleet einen super Platz.

Trainingslager in Warnemünde mit 32 Knoten Wind

 

Nun lief der Countdown: nur noch drei Regatten in meiner Opti-Zeit. Als nächstes kam ein Trainingslager in Travemünde, zur Vorbereitung auf die IDJüM, die im Sommer dort stattfand. Danach kam der Intercup in Warnemünde. Dort hatte ich eine Top-Platzierung und konnte im 4. Lauf mal zeigen, was ich drauf hatte. Ich wurde 2., damit war ich vor dem amtierenden Europameister (!!!) und vor mir war nur noch ein Däne. Darauf folgte die vorletzte Regatta: Niewpoort (Belgien). Dort konnte ich mühelos ins Goldfleet segeln. Leider hatte ich (mal wieder) 2 BFD’s.

Trainingslage in Warnemünde

 

Und dann kam, viel schneller als erwartet, schon die letzte Opti Regatta: die IDJüM in Travemünde. Ich konnte einen guten 86. Platz von 204 Startern ersegeln. Ein tolles Zwischenergebnis war im 11.Lauf ein 4.Platz. Aber was fehlt natürlich noch: der BFD war auch diesmal vertreten. Ida, die zweite Teilnehmerin vom YCBL war  mit einem 145. Platz sehr gut dabei und konnte im 11. Lauf einen starken 3. Platz belegen, aber auch sie hatte leider einen BFD.

 

Dann stieg ich in den 420er um. Meine ersten Erfahrungen habe ich an unserem See und bei einer Regatta in Paderborn mit meiner Vorschoterin Roxane Flachsenberg gemacht.

An dieser Stelle vielen Dank an Yasmin Bachmann, Andi Gernoth und die Jugendabteilung vom YCBL,  die uns den Blaubär für unser erstes gemeinsames Training   zur Verfügung  stellten. Besonderen Dank an Amina und Lisa, deren 420er wir für dieses

Training und die Regatta nutzen durften.

Marie und Roxane in Paderborn

 

Am Ende der Sommerferien bekamen wir unseren eigenen 420er aus Italien (55185)

Marie und Roxane mit dem neuen Boot in Steinhude 

 

Dann kam eine Regatta in Steinhude mit der neuen Gruppe,  dem Niedersachsen-Kader und unserem neuen Trainer Max Schaller. Beim Kader durften wir vorläufig mittrainieren (nach der Deutschen Meisterschaft im Herbst war erst das Sichtungstrainingslager für die Aufnahme in den Kader).  Am Morgen der Regatta bauten wir unser Boot zum ersten Mal auf. Da satte 4 – 5 Bft . herrschten, war das erste Ablegen ziemlich beängstigend (das neue Boot, der große See und so viele Segel...), aber wir haben trotz Kenterung alle Wettfahrten durchgehalten.

 

Als nächstes kam ein Training in Warnemünde bei dem wieder sehr viel Wind war und wir uns als „(fast) unkenterbar“ beweisen konnten. Darauf folgte der FSN-Cup, eine Qualifikationsregatta für das Finale zur WM/EM  in Warnemünde, wo wir in einer Wettfahrt als 9. um die erste Tonne gingen. Leider konnten wir dieses Ergebnis nicht halten. Es folgten zwei kleinere Regatten in Travemünde und Schwerin, langsam gewöhnten wir uns an das Segeln im Team und ersegelten uns in Schwerin einen 25. Platz von 35 Teams.

 

Vom 29.09-03.10.2017 war dann die DM mit dem darauffolgendem Sichtungstrainingslager. Die ganze Gruppe wohnte mit unserem Trainer Max in einem Haus. Wir kochten zusammen und hatten neben dem Segeln viel Spass.  Bei der Meisterschaft, wo wir wieder sehr viel Wind hatten und uns leider bei einer Kenterung das Schwert brach, wurden wir 92. von 101 Teams. Im 2. Lauf konnten wir einen sehr guten 22. Platz ersegeln, waren leider aber mit den Windbedingungen noch etwas überfordert. Einige Wochen später bekamen wir dann die Kaderzusage,  worüber ich mich riesig freute. Leider ist mit der Kadermitgliedschaft die Auflage verbunden, die relevanten Regatten für einen niedersächsichen Verein zu starten. Für uns ist das der SV Hüde.

 

Unser neuer Trainer ist Hendrik Ismar, der die 470er im Olympiastützpunkt in Kiel trainiert. Bei ihm hatten wir zwei Trainingslager in Kiel, bei denen wir sehr viel lernten. Kurz vor den Weihnachtsferien gab es dann noch das Christmas Race in Palamos (Spanien). Leider konnte meine Vorschoterin nicht, aber ich hatte das große Glück, das ich mit meiner Schwester Anna, die auf zwei WM’s war, segeln konnte. Anna hat mir unglaublich viel beigebracht.  Wir landeten auf dem 41. Platz  und eine tolle Erfahrung war im 6. Lauf ein 18. Platz. Trainert wurden wir in Palamos von Annika Bochmann (Olympiateilnehmerin in Rio im 470er) .

 

Es werden noch weitere Trainings bei Annika und Hendrik  folgen bei denen ich mich weiter verbessern möchte, um meinen Traum mal zu Olympia zu fahren zu verwirklichen.

Marie und Anna vor Palamos

Marie und Anna in der 4.Wettfahrt

 

Ich möchte mich besonders bei Andi und Yasmin bedanken, die uns die Boote zur Verfügung stellten. Außerdem bei meinen Geschwistern und den Trainern George, Annika, Max und Hendrik, die mir so viel beigebracht haben. Und natürlich meinen Eltern, die mich überall hinfahren und mich unterstützen.

 

 

Marie Halle, früher GER 13531, jetzt GER 55185