Totes Holz lebt länger

Totes Holz lebt neu und macht auch noch was her!

 

Davon könnt Ihr Euch nun selber am Yacht Clubgelände am Nievenheimer See überzeugen! Die von den tatkräftigen Mitgliedern gebaute Benjeshecke ist fachmännisch und fertig errichtet und zieht sich nun über mehr als 40m durch den Wald, hinter unserem Jollenaufstellplatz. 

 

Hierfür trafen sich nach einem Aufruf von Günter Schrewe, kurzfristig 15 fleißige Mitstreiter, am Samstag, den 23.3. und jeder packte tatkräftig mit an. Der Revierförster hatte uns in der vorher statt gefundenen Durchforstung des Waldes jede  Menge Astschnitt als einen riesigen verknoteten Haufen auf unserem Gelände abgelegt und zum Bau zur Verfügung gestellt. 

Dieser Haufen erschien uns zu Beginn morgens noch sehr hoch. Wir erwarteten mehrere Aktionstage, um alles aus eigener Kraft zu verbauen, damit unsere Jollen wieder Platz auf der Wiese finden. Da hatten wir aber gründlich die Arbeitsmotivation der fleißigen Mithelfer unterschätzt. Diese zwischen 19 und 80 Jahren alten, total motivierten Clubkameraden fingen bei frühlingshaften Temperaturen zuerst an, über 40 schöne gerade Äste als Pfosten zu suchen. Diese wurden auf 2m abgelängt und mit der Kettensäge unten angespitzt. Mit dem Pfostenbohrer wurden die Pfosten im Wald 2-reihig eingebaut und passend zu den vorhandenen Bäumen im Verlauf ausgerichtet. 

 

Dann wurde das Astwerk darin ca. 1,5m hoch aufgeschichtet, große Äste nach unten und die kleineren dazwischen. Jeder Helfer fand seinen Arbeitsplatz und so wurden die Äste mühevoll die Böschung hoch geschleppt und selbst unser ältester Teilnehmer mit 80 Jahren packte beherzt und fleißig mit an. Wir konnten richtig sehen, wie der Heckenwurm sich immer weiter durch den knospenden Wald schlängelte und stündlich wuchs. Nach einer leckeren Brotzeit und Mittagspause ging es weiter und um 15h war nach 6 Stunden Arbeit alles fertig: die Hecke und wir waren geschafft…   

Diese Todholzhecke soll unser Clubgelände zukünftig im Waldbereich eingrenzen, um ein unbefugtes Eindringen über diesen Bereich zu erschweren.

Hierfür haben wir bei der Unteren Naturschutz Behörde im Zuge unserer Baugenehmigung den Antrag gestellt, einen Wildschutzzaun rund um unser Gelände bauen zu dürfen. Vor einen Teil des noch geplanten Wildschutzzaunes ist jetzt die Benjeshecke gebaut worden.  Auch im Zuge der genehmigten Baumfällarbeiten hinter unserem neuen Segellager war die Errichtung der Benjeshecke eine Auflage der Behörde, um den Bau und die Umzäunung genehmigt zu bekommen. Sie ist ein Lebensraum für verschiedene Vogelarten und Kleintiere. Hier brüten Zaunkönig und Rotkehlchen und hier finden Igel, Frösche, Insekten und Co einen Unterschlupf für den Winter.

 

Nochmals einen ganz herzlichen Dank an alle tollen Helfer.  

Gitta Oetken