Marie's Saisonbericht

Knapp daneben ist auch vorbei...

 

Dieses Jahr wurde der Modus im 420er für EM und WM - Qualifikation geändert, sodass der erste Teil nach der Deutschen in Warnemünde ausgesegelt wurde, da Deutschland für 2020 doppelte Startplätze für die Meisterschaften bekommen sollte. Das bedeutete 4 Wochenenden in Warnemünde...

In den Sommerferien war noch sehr wenig mit segeln los. Wir hatten ein Trainingslager bei Tim Kirchhoff am Dümmer, wo am Wochenende danach (24./25.08.) die LJM Niedersachsen stattfand. Dort wurden wir 4., punktgleich mit den 3.

Danach begann schon das Abenteuer Warnemünde. 

Am ersten Wochenende (14./15.09.2019) hatte ich Geburtstag, wo meine Trainingsgruppe mir abends eine Überraschungsfeier am Strand organisierte. Wir hatten Samstag noch Leichtwind Bedingungen und Sonntag 20-25 Knoten und bis zu 2 m Welle, sodass  wir nochmal fast alle Bedingungen vor der Regatta trainieren konnten.  

 Danach war schon der FSN-Cup. Am ersten Tag hatten wir ca. 20 Knoten. Im ersten Rennen kamen wir noch nicht so gut zurecht und wurden 25. Im zweiten Rennen lief es dagegen ziemlich gut und wir wurden 10. von 46 Booten in unserer Gruppe. Am nächsten Tag war weniger Wind es gab 3 Rennen und wir erarbeiten die Plätze 17, 13 und 25. Am letzten Tag war wenig Wind und wir segelten nur ein Rennen. Es lief echt gut und an der Tonne lagen wir noch auf dem 4.  Platz, doch durch ein schlechtes Manöver wurden wir nach hinten durchgereicht und in diesem Lauf würden wir 12. Hier hat man gut gesehen, dass in den vorderen Plätzen alle Manöver sitzen müssen und woran wir noch arbeiten müssen. Insgesamt wurden wir beim FSN- Cup 32. von 91 Booten.

Am Wochenende danach folgte ein weiteres Trainingslager bei unserem Trainer Hendrik Ismar. Dort trainierten wir intensiv Manöver und machten einige  Testwettfahrten mit den Berlinern, den Hamburgern und den NRWlern. 

Am Montag danach waren 45-50 Knoten, sodass wir leider nicht trainieren konnten. Dienstag war dann nochmal relativ viel Wind und wir trainierten mit dem Berliner- und Bayernkader. Diese beiden Trainingsgruppen sind mit die besten ganz Deutschlands und wir konnten sehr gut mithalten. Mittwoch war Vermessung und  Donnerstag begann dann die Regatta. 

Als wir morgens aufwachten, hatten wir 5°C und 20 knt Nordwind, wodurch wir auch ca. 1,5 m Welle hatten. Wir segelten einen 8. Platz. Danach waren wir schon echt zufrieden, im Lauf danach lief es aber noch viel besser. Wir sind auf dem 2. Platz um die erste Tonne gefahren und waren zwischenzeitlich auch auf dem ersten Platz auf dem Vorwindkurs. Auf der zweiten  Kreuz verloren wir leider noch 2 Boote und landeten  im Ziel auf dem 4. Platz. Das 3. Rennen lief  leider nicht so gut und wir wurden 25(???).  

Am nächsten Tag segelten wir 4 Rennen. Es folgten die Plätze 9, 13, 25 und 17. Der Samstag begann wieder mit 5°C, Nordwind,  ca. 1m Welle und 25-30 Knoten. An diesem Tag wurde das Feld in Gold- und Silberfleet geteilt, weshalb es in unserer Gruppe (Gold) deutlich schwerer wurde. Es gab 3 Rennen, doch leider waren wir nicht so gut, weshalb die Plätze 29, 35 und 40 folgten. 

Insgesamt wurden wir 26. von 102 Booten.

Wir waren das 9. Damenteam und 8 davon qualifizierten sich zu WM bzw. JEM, weshalb bei der Siegerehrung bei uns erstmal ziemlich viele Tränen flossen. 

 

Mitte November haben wir noch in Kiel trainiert. Leider geht es erst zu Karneval mit der Regatta in San Remo (Italien) weiter. Danach folgen Trainingslager in Hyeres und am Gardasee. Ende Mai gibt es dann die 2. Chance, da bei der YES in Kiel die 2. Hälfte der WM Tickets vergeben wird.

Um die segelfreie Zeit ein wenig zu überbrücken, bin ich noch zwei Europeregatten mitgesegelt. Bei der Landesmeisterschaft, bei uns im Verein, wurde ich 5. und bei der Nikolausregatta am Toeppersee sogar 2.! 

 

Hier möchte ich mich ganz herzlich bei Sven Otte bedanken, der mir sein Boot dafür zur Verfügung stellte und selbst aufs Segeln verzichtet hat! 

Glückwunsch an Ida Otte, die beide Regatten gewonnen hat!