Frauensegelgruppe unterwegs auf Plattbodenschiff

Für uns hatten die beiden Skipper ein sehr abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Zunächst ging es von Harlingen aus in Richtung Ameland. Auf einem Am Wind Kurs konnten wir uns am Steuer ausprobieren und feststellen, dass 65 Tonnen sehr langsam anluven und beim zu frühen Gegensteuern auch gerne mal in der Wende verhungern.  Weiter ging es am nächsten Tag vor dem Wind nach Vlieland und am Samstagmorgen zum ersten Highlight des Tages: Trockenfallen im Wattenmeer! Das Wetter spielte mit und wir konnten den Sonnenaufgang gemeinsam mit Robben auf einer Sandbank genießen.  

Die Frauensegelgruppe des YCBL hat sich vorgenommen, möglichst viele Facetten des Segelns kennen zu lernen.

Anfang Oktober ging es mit 16 Frauen nach Harlingen in NL, um ein Plattboden-schiff zu segeln. Das Eignerpaar Katja Renner und Axel Schäfer haben 2002 die Vertrouwen gekauft, ein Frachtschiff gebaut 1910, mit dem sie sehr gerne im Wattenmeer unterwegs sind.

Nachmittags segelten wir zur Robbenbank vor Terschelling, mit raumen Wind zogen wir ganz langsam an hunderten von Robben vorbei, ein tolles Erlebnis. Der Sonntag brachte sieben Windstärken aus Südost, sodass wir nach Harlingen zurück kreuzen mussten. Axel meinte morgens vor dem Auslaufen: "Heute wird es spektakulär!" Das war nicht zu viel versprochen! Auch Plattbodenschiffe krängen, die Gischt schoss über das Vorschiff und wir konnten ausgiebig die Bedienung der Backstagen üben. 

Wir haben ein sehr vielfältiges Segelrevier und entspannte Skipper kennen gelernt, die ihren Job lieben. Auf dem Schiff war Teamarbeit angesagt, nur gemeinsam ist man stark genug, die großen Segel zu hissen.

Marion Sprickmann 

Landessportbund Preisverleihung 2018 

1. Platz in der Rubrik  Emanzipiert

 

Am Samstag, 14.04. starteten sechs Mitglieder der Frauensegelgruppe des YCBL voller Spannung zur Preisverleihung des 10. NRW-Preises Mädchen und Frauen im Sport des Landes NRW und des Landessportbundes nach Gelsenkirchen. Immerhin waren sie bereits für den ersten bis dritten Platz in der Kategorie „Emanzipiert“ nominiert. Nach drei kurzen Filmen über die Bewerberinnen trat Walter Schneeloch, der Präsident des Landessportbundes NRW ans Mikrofon und verkündete die Siegerinnen:

Foto: Landessportbund 

"Unsere diesjährige  Auszeichnung  in der Kategorie „Emanzipiert“ geht einmal mehr an eine Frauengruppe…

haben sie sich einen festen Platz in einer Männer dominierten Sportart geschaffen. Unsere Preisträgerinnen sind Seglerinnen… Kaum zu glauben, aber eine solche Gruppe ist nahezu einzigartig in Deutschland.“

 

Nominiert waren Yasmin Bachmann, Caroline Posselt und Marion Sprickmann stellvertretend für die ganze Gruppe und erhielten jeweils eine Urkunde, einen Pokal und zusammen eine Sieg-Prämie in Höhe von 1000,00 EUR. Der Jubel kannte keine Grenze, Mona Küppers, Präsidentin des Deutschen Segler Verbands und Vizepräsidentin des LSB gratulierte mit den Worten: “Na endlich mal ein Zeichen der Seglerinnen! Ich bin stolz auf euch!“ Die Preise nahmen die sechs anwesenden Frauen aus der Hand der Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt Andrea Milz entgegen und Gisela Steinhauer, die bekannte Moderatorin aus WDR 2, wollte unbedingt wissen, was denn nun der Unterschied sei beim Segeln zwischen Männern und Frauen. Darauf Marion: „Die Sprache! Du fährst mit einem Boot in die Box, vorne steht ein Mann und sagt: noch 1 m bis zur Kaimauer, noch 80 cm noch 50 cm. Und was sagt die Frau: Noch ein bisschen!!“

Foto: Landessportbund 

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