Gezeitentraining auf der LeYa
- 27. Apr.
- 2 Min. Lesezeit

Gezeitentraining auf der „Leya“: Zwischen Rechenschiebern, Schlick und Freiheitsgraden
Segeln im Gezeitenrevier gilt oft als die „Königsdisziplin“ – anspruchsvoll, aber mit der richtigen Vorbereitung absolut machbar. Es erfordert im Vergleich zu unseren gewohnten, tidenlosen Gewässern eine deutlich gründlichere Planung, eine ordentliche Portion seemännisches Wissen und ein waches Auge für die Umweltfaktoren.
Vom 11. bis 18. April 2026 haben wir uns mit unserer erfahrenen Skipperin Anke auf den Weg gemacht, um im niederländischen Wattenmeer nicht nur Meilen zu sammeln, sondern auch unsere Fähigkeiten im Umgang mit Ebbe und Flut zu schärfen.
Das volle Besteck: Hightech trifft Tradition
Wer denkt, man klickt einfach auf das Tablet und fährt los, hat die Rechnung ohne den Mond gemacht. An Bord der Leya kam alles zum Einsatz, was die Navigation hergibt:
Wettervorhersagen und Gezeitentafeln
See- und Strömungskarten sowie Tidenkurven
Taschenrechner für die Zwölftel-Regel
Und natürlich die „Klassiker“: Lineal, Zirkel und gute alte Handarbeit.
Neben Hafenplänen und aktuellen Aushängen vor Ort brauchte es am Ende vor allem eines: unsere sieben Sinne. Dieses Zusammenspiel half uns dabei, stets den richtigen Kurs zu finden – und ihn auch tatsächlich abzusegeln, statt ihn nur zu berechnen.

127 Seemeilen purer Genuss
Unsere Route führte uns von Warns (IJsselmeer) hinaus in das faszinierende Revier der Nordseeinseln. Wir besuchten die wunderschöne Hafenstadt Harlingen sowie die Inseln Terschelling, Vlieland und Texel.
Dank moderater Wetterbedingungen war der Törn nicht nur lehrreich, sondern auch herrlich entspannt. Das Ergebnis? Wir haben Blut geleckt und wollen uns in Zukunft noch intensiver mit dem Thema Gezeitentraining auseinandersetzen.
Ausblick: London Calling?
Die nächsten Gelegenheiten stehen schon vor der Tür! Die Überführungstörns in die Ostsee (und zurück) sowie die geplante Reise nach London bieten fantastische Möglichkeiten, das Gelernte in der Praxis anzuwenden.
Egal ob Norwegen, England, Belgien oder Frankreich – großartige Gezeitenreviere liegen praktisch vor unserer Haustür. Wir waren uns alle einig: Dieses Format soll und muss ausgebaut werden!
Wer hat Lust, beim nächsten Mal den „Flow“ der Gezeiten mit uns zu erleben? Packt die Zirkel ein – wir sehen uns an Bord!
Eure Crew der Leya
Anke, Michaela, Andreas, Frank, Wolfram und Angelika

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