Kreu♣ ASS Challenge geht weiter


In 2020 hatten wir uns zum Ziel gesetzt, mit einem reinen Damenteam an der Pott Regatta für seegehende Yachten auf dem Ijsselmeer teilzunehmen. Corona hat dies leider nicht zugelassen, sodass wir in diesem Jahr im September einen zweiten Anlauf nehmen.


Um das Trainingswochenende auf der super ausgestatteten Kreutz Ass im Juli optimal zu nutzen, hat sich das Frauenteam in Ermangelung von Wassertrainingsmöglichkeiten per Online-Meeting theoretisch vorbereitet. Außerdem traf sich das Team im Clubhaus, stellte Tische und Stühle zu einem Schiff zusammen, damit jedes Teammitglied seine Position einnehmen und die Manöver durchgespielt werden konnten. Amina, unsere Skipperin zählte runter: Wende in drei, zwei, eins...

Am Wochenende 17. bis 18.07.2021 trainierten wir "in echt" auf dem Ijsselmer, vor Lelystad mit Eigner Kurt Kreutz und Trainer Georg Hecht auf der Kreutz Ass.

Bei bestem Segelwetter, Sonne und Wind -bis 23 Knoten TWS konnten wir den lange geplanten Termin, Covid-Konform durchführen. Am Freitag reiste bereits ein Teil des Teams nach Makkum und überführte die “ Kreutz Ass“ nach Lelystad. Die Yacht hatte, bei Sailcenter Makkum, einen Bugsprit bekommen und musste hierduch für Regatten neu vermessen werden.

Die Windrichtung passte perfekt sodass, trotz kleiner Crew der neue Bowsprit auf dem Weg von Makkum bis kurz vor dem Liegeplatz in Leystad ausgiebig getestet werden konnte. Unter Großsegel und Genaker A4 wurde es eine schnelle Reise. Armina steuerte das Schiff souverän. Die Logge zeigte selten weniger als 8 Kn und meist stand "9" auf dem Speedo, der Topspeed lag bei 11,3 Kn.

Am Abend reiste der Rest des Teams nach Lelystad und man traf sich zum Abendessen, um Details für den Traingsstart am Samstag zu besprechen.

Bei strahlendem Sonnenschein und ausreichend 12-19 Kn Wind ging es am Samstag gegen 9:00 aufs Wasser. Die Positionen mussten neu abgestimmt werden, da ein Crewmitglied leider Krankeitsbedingt nicht anreisen konnte.

Es wurde eine Regattabahn mit Trainingstonne ausgelegt. Die ersten Manöver, waren duch Positionsumstellungen und die lange Lockdown Zwangspause, noch etwas hakelig. Doch gegen Mittag hatten sich alle eingegrooved. Nach kurzer Mittagspause auf dem Wasser wurden noch weitere Übungseinheiten, zu Time /Distanz an der Startlinie durchgeführt. Der Topspeed von Freitg wurde nicht gebrochen. Doch die Logge zeigte aber auch einige Male 11.. Kn an:)

Gegen 17:30 war die Luffe wieder auf dem Liegeplatz. Trotz der vielen und körperlich anstregenden Stunden auf dem Wasser, wollte das Team beim Debriefing noch die Time/ Distanz Einheit theoretisch aufarbeiten! Mit Skizzen und Magnetbooten wurden die einzelnen Situationen nachgestellt und besprochen. Es blieb kaum Zeit zum Duschen, da für 19:00 ein Tisch zum Abendessen reserviert war. Bei gutem Essen und Sonnenuntergang auf der Restaurant Terasse ging ein intensiver Segeltag zu Ende.

Auch am Sonntag ging es gegen 9:00 Uhr aufs Wasser. Der Wind war deutlich schwächer als an den Vortagen. Eine Regatta Bahn wurde ausgelegt. Bei leichterem Wind konnten die Mänöverabläufe optimiert werden und es wurde eine Variationen des Gennaker Bergemanövers eingebaut. Der Wind flaute immer weiter ab. Trotz eines Hauches von Wind fuhr die Luffe unter Großsegel und Genaker A2 immer noch 2-3 Kn. Es wurde beschlossen eine kurze Mittagspause einzulegen. Kaum waren die Brötchen gegessen, setzte neuer, frischer Wind ein. Bei zunehmenden Wind konnten die Gennaker Halsen und „neuen“ Bergemanöver verfeinert werden. Der Windmesser zeigte später bis 23 Kn TWS an.

Die Zeit verging wie im Fluge. Gegen 16:00 war das Schiff am Liegeplatz und wurde aufgeklart. Nach Feedbackrunde traten die ersten die Heimreise an. Die anderen klarten weiter auf und brachten, mit Bürste und Schwamm die Luffe optisch wieder auf Vordermann. Es war für alle wieder beindruckend, in welch perfektem Zustand die „Kreutz Ass“ ist. Und auch, dass die Neuerungen wie „Bowsprit“ auf Anhieb tadellos funktionierten. Ein großer Dank an Kurt Kreutz der das Training ermöglicht hat und seine Yacht zur Verfügung stellte.

Insgesamt ein tolles Wochenende, mit gutem Lernvortschritt für das gesamte Team. So macht segeln Lust auf Meer:)


Georg Hecht und Marion Sprickmann